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Datenaustausch nach § 302 SGB V

Der Datenaustausch nach 302 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) strebt die elektronische Abrechnung mit den Krankenkassen an. Er betrifft alle so genannten Sonstigen Leistungserbringer im deutschen Gesundheitswesen. Bereits im Jahr 1992 hat der Gesetzgeber im Rahmen des Gesundheitsstrukturgesetzes die Krankenkassen verpflichtet, künftig nur noch dann Leistungen zu vergüten, wenn die entsprechende Abrechnung auf „maschinenlesbaren oder maschinell verwertbaren Datenträgern“ erfolgt. Die Vorschriften, die sich in den 302 und 303 des SGB V finden, gelten für alle sonstigen Leistungserbringer. Im Detail werden die Leistungserbringer von Heilmitteln, Hilfsmitteln sowie nichtärztlichen Dialysesachleistungen dadurch zur elektronischen Abrechnung verpflichtet. Auch betroffen sind die Bereiche der häuslichen Krankenpflege, Haushaltshilfen, Erbringer von Krankentransportleistungen sowie Hebammen und Entbindungspfleger.


Konsequenzen bei Nichtbeachtung

Der 302 trat für die einzelnen Gruppen der sonstigen Leistungserbringer nicht zur gleichen Zeit in Kraft. Während einige Berufsgruppen bereits elektronisch mit einigen Krankenkassen abrechnen müssen, haben andere Leistungserbringer noch eine Schonzeit, bis das Verfahren zur Pflicht wird. Der Grund dafür liegt in der recht aufwendigen Entwicklung und Umsetzung eines solchen Abrechnungsverfahrens mit einer Vielzahl von „Sonstigen Leistungserbringern“, das für die Krankenkassen mit umfangreichen technischen und organisatorischen Aufgaben verbunden ist. Die Kassen führen daher eine Erprobungsphase durch, während der die Abrechnungsdaten auf maschinellen Datenträgern (Diskette etc.) oder via Internet an die Krankenkassen übermittelt werden können. Parallel zu den maschinellen Daten werden die Abrechnungen auf Papier nach dem bisherigen Abrechnungsverfahren an die zuständigen Krankenkassen gesandt. Eine Leistungskürzung findet in dieser Phase noch nicht statt. Wann genau die Krankenkassen diese Erprobungsphase beenden, teilen sie den sonstigen Leistungserbringern im Einzelfall mit. Ab diesem Zeitpunkt entfällt die parallele Übermittlung von Papierabrechnungen neben maschinellen Datenträgern. Verschiedene Krankenkassen setzen das Verfahren bereits seit einiger Zeit um, wie beispielsweise die AOK Sachsen, AOK Hessen oder die AOK Niedersachsen.


Quelle: Wikipedia


TARIS Krankenfahrtenabrechnung